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150 Jahre Stadtwerke Aalen

Wir sagen Danke!

Im Jahre 2017 feiern die Stadtwerke Aalen ihr 150-jähriges Bestehen. Dies bietet den Anlass und die Möglichkeit, den Kunden, den Mitarbeitern, der Bürgerschaft und der Stadtgesellschaft gleichermaßen zu danken, denn sie alle haben dieses Jubiläum überhaupt erst ermöglicht. So wurde am 10. März 2017 ein großes Fest in der Stadthalle Aalen gefeiert, den Energiekunden wird von Mai 2017 bis zum Sommerferienbeginn 2017 kostenloser Eintritt in die Aalener Freibäder gewährt und es wurden ein Kunst- und Familienkalender für das Jubiläumsjahr 2017 erstellt. In diesen Kalendern werden die zwölf Sparten der Stadtwerke Aalen künstlerisch frei dargestellt und vorgestellt. Die Jubiläumskunstwerke und Spartenbeschreibungen haben wir hier noch einmal zusammengestellt (ein Video des Vortrags von Frau Dr. Sabine Heilig zum Projekt „Jubiläumskalender“ im Rahmen der Feierlichkeiten am 10. März 2017 finden Sie hier).

Videos zu den
Feierlichkeiten

Zu den Feierlichkeiten des 150-jährigen Jubiläums sind folgende Videos verfügbar:

  • Festakt
  • Vernissage
  • Kunstwerk ENERGIE
  • Konzert Myles Sanko
  • Glückwünsche an die Stadtwerke Aalen
  • Stadtwerke-Lied

Die Videos finden Sie unten auf der Seite.

Die zwölf Sparten der Stadtwerke Aalen von 1867 bis 2017

IT-Dienstleistungen – das Meistern der Datenvielfalt!

Jan-Hendrik Pelz, Pause

Hochqualifizierte Spezialisten betreiben eine komplexe IT- und Telekommunikationsinfrastruktur. Dies 24 Stunden am Tag und 7 Tage pro Woche – immer und ohne Pause. Denn: die IT steuert heute vollautomatisch und mannlos den Betrieb der Versorgungsnetze, die für das tägliche Leben unersetzlich sind - die Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärme- und Abwasserinfrastruktur. Diese IT Dienstleistungen, zunächst nur zur internen Nutzung für die Versorgungswirtschaft gedacht, werden heute auch Dritten zur Nutzung angeboten.

Die IT-Dienstleistungen der Stadtwerke gingen aus den Aktivitäten zur Abrechnung der Ver- und Entsorgungsdienstleistungen hervor. Zu Anbeginn kam ein Lochkartensystem zum Einsatz. Das Zeitalter der elektronischen Datenverarbeitung mit einem eigenen „Computersystem“ begann im Jahre 1978 mit dem „Keil-System“, welches über zwei Bildschirme und ein Diskettenlaufwerk zur Speicherung der Datensätze verfügte. 1990 wurde ein leistungsfähigeres UNIX-Terminalsystem der Firma NCR (National Cash Register Company) installiert. Damit gab es erstmals mehrere dezentrale Arbeitsplätze, einen eigenen Drucker und zeitgleich wurden die ersten PC-Arbeitsplätze installiert. Mit dem Umzug der Stadtwerke aus dem Aalener Rathaus in das 1996 fertiggestellte neue Stadtwerkehaus konnten die bis dato dezentral wahrgenommenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Informationstechnik zusammengefasst und zentralisiert werden. 1996 entstand das erste lokale Netzwerk (LAN) mit einem Serversystem, für dieses dann auch ein separater und klimatisierter Rechnerraum errichtet wurde. Auf Grund der gestiegenen Anforderungen an die Betriebs- und IT-Sicherheit erfolgte im Jahr 2007 der Bau eines eigenen Rechenzentrums, welches mit modernster und zukunftsorientierter Technik ausgestattet ist und höchste Verfügbarkeit bietet.

Dafür stehen wir: IT-Dienstleistungen für schnelle und innovative Lösungen.

Erdgas – der vielseitigste Energieträger, ein Universalgenie!

Ulrich Brauchle, Station

In den stadtwerkeeigenen Gasübernahmestationen in Essingen und Hüttlingen wird das Erdgas aus dem europäischen Pipelinesystem zur Verteilung mit dem Aalener Gasnetz übernommen. Präzise Messanlagen und ausgetüftelte Regelsysteme stellen sicher, dass die Gasmengen bedarfsgerecht aus den Erdgasvorkommen in Deutschland, Kontinentaleuropa, Russland, aus der Nordsee sowie Südeuropa antransportiert werden. Zusätzlich wird heute Erdgas aus den USA und dem mittleren Osten als LNG (dies ist Erdgas in flüssigem Zustand zum Schiffstransport) angeliefert. Die vielen Herkunftsorte garantieren eine Liefersicherheit. Das übernommene Erdgas besteht großteils aus geruchslosem Methangas und wird aus Sicherheitsgründen mit einem Geruchsstoff versehen. So wird es im ganzen Stadtgebiet verteilt, um eventuelle Leckagen schnell festzustellen. In 65 Druckreglerstationen wird der Erdgasdruck soweit abgesenkt, dass das Erdgas in jeder Endkundenanlage verwendet werden kann.

Am Anfang kam Stadtgas, welches aus Kohle im 1865 erbauten Aalener Gaswerk erzeugt wurde, zum Einsatz. Im Jahre 1867 wurde das Gaswerk aus privater Hand übernommen und damit die heutigen Stadtwerke Aalen begründet. Die ursprüngliche Stadtgas-Verwendung war für die Straßenbeleuchtung gedacht. Schnell wurden die Vorzüge des Gasgebrauchs deutlich und weitere Verwendungen in Industrie, Gewerbe und Haushalten kamen hinzu, so dass die Gasversorgungsnetze und das Gaswerk stetig ausgebaut wurden. Weitere Anwendungen konnten mit der Stilllegung der Gasproduktion im Aalener Gaswerk und der Umstellung auf Erdgas erschlossen werden. Heute ist Erdgas in vielen industriellen, gewerblichen und häuslichen Einsatzfällen nicht mehr wegzudenken.

Dafür stehen wir: Erdgas – für die verlässliche Energieversorgung im Alltag.

Fernwärme – die gebrauchsfertige Wohlfühlwärme!

Thomas Heger, Ferne - Nähe

In verschiedenen Heizwerken wird zentral Wärme aus Erdgas, Holzhackschnitzeln und Pellets erzeugt und über hochwertig wärmeisolierte Rohrleitungen, die im Straßenraum verlegt sind, zu den Kunden in Form von Warmwasser mit Temperaturen zwischen 70° und 110° Celsius geliefert. Das warme Wasser wird in den Kundenanlagen zur Beheizung und Warmwasserbereitung verwendet und hiernach ausgekühlt wieder zur Heizzentrale zurücktransportiert. Dabei wird das Wasser in einem geschlossenen Kreis vollautomatisch transportiert. In den Heizzentralen kommen auch besonders effiziente Wärmeerzeugungen wie z.B. die Kraft-Wärme-Kopplung in erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerken zum Einsatz. Diese ermöglichen eine ressourcenschonende und umweltfreundliche Wärmebereitstellung.

Die ersten Wärmezentralen zur Fernwärmeversorgung wurden im Jahre 1982 errichtet und Zug um Zug ausgebaut. Dabei wurde von Anbeginn auf hocheffiziente Blockheizkraftwerke und den Einsatz regenerativer Energien gesetzt. So wurde eine solare Wärmeversorgung im Versorgungsgebiet „Weiße Steige“ und eine Holzhackschnitzelversorgung im Wärmewerk W2 und im Wärmeverbund Talschule, die mit Holz aus der Region versorgt wird, errichtet und so die Emission des Treibhausgases CO2 reduziert. Die vorrausschauende Strategie beim Aufbau der Fernwärmeversorgung wird heute durch das „Gesetz zur Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie in Baden Württemberg (EWärmeG)“ deutlich: die Aalener Fernwärmeversorgung erfüllt alle gesetzlichen Vorgaben! Um diese Vorteile im Stadtgebiet weiter verbreiten zu können, werden die heute noch dezentralen Fernwärmeversorgungen mit EU- und Landesförderungen zusammengeführt.

Dafür stehen wir: Fernwärme – für die komfortable Behaglichkeit zu Hause.

Parkhäuser – die besonderen Gebäude für’s Heilix-Blechle!

Hans Lankes, Parkhaus Spitalstraße

Etwas mehr als 1.300 Parkplätze stehen in den fünf Parkhäusern zur Verfügung. Im Laufe eines Jahres werden rund eine Million Parkvorgänge registriert. Durchschnittlich alle 30 Sekunden fährt ein Parkplatzsuchender in eines der Stadtwerke- Parkhäuser. Denn: die ringförmig um die Aalener Fußgängerzone platzierten Parkhäuser sind für die kundenfreundliche Aalener Innenstadt von zentraler Bedeutung. Um mit den inzwischen in die Jahre gekommenen Parkhäusern den Kundenanforderungen auch zukünftig gerecht zu werden, sind in den letzten Jahren kontinuierlich Modernisierungen vorangetrieben worden. Mittlerweile gehören Videoüberwachung, eine helle Ausleuchtung der Parkplätze und zentrale Notrufsprechstellen ebenso zum Standard, wie die Möglichkeit, in den Nachtstunden und am Wochenende in den Garagen parken bzw. ausfahren zu können. Aktuell liegt das Hauptaugenmerk auf der Sanierung der in die Jahre gekommenen Gebäudestrukturen. Nach der Sanierung der Rathaus Tiefgarage wird eine Generalsanierung der Tiefgarage am Spritzenhausplatz und des Parkhauses Reichsstädter Markt erfolgen.

Im Jahr 1997 haben die Stadtwerke das Eigentum der drei städtischen Parkhäuser (Rathaus-Tiefgarage, Parkhaus Reichsstädter Markt, Tiefgarage Spritzenhausplatz) von der Stadt Aalen und ihren Betrieb von der Dr. Karl Friedrich Hüfner KG aus Stuttgart übernommen. Stetig wurde in den Ausbau der Parkierungseinrichtungen investiert und die Parkhäuser Spitalstraße und P&R am Bahnhof errichtet. Mit der Einführung der Stadtwerke-Kundenkarte im Jahr 2009 wurde das bargeldlose Parken mit der Stadtwerke-Kundenkarte ermöglicht sowie in den Parkhäusern Spitalstraße und P&R am Bahnhof insgesamt 16 Elektroladesäulen integriert. Hier gibt es für Elektroautos die Möglichkeit, während des Parkaufenthaltes Strom aus erneuerbaren Energien zu tanken.

Dafür stehen wir: Parkhäuser – für ein sicheres und geordnetes Parken in Aalen.

Bäder – die Hotspots für Freizeit und Sport!

Karin Brosa, Freischwimmer

Die Bäder sind ein anderer Lebensraum und in jeder Beziehung immer eine besondere Erfahrung. Schon wenige Bahnen Schwimmen aktiviert alle positiven Effekte für ein gesundes Wohlbefinden. Es muss dabei nicht immer nur der Leistungsgedanke dahinterstehen, wenn die Badegäste zum Schwimmen eines der drei Freibäder oder das Aalener Hallenbad besuchen. Auch körperliche Einschränkungen hindern nicht an der Bewegung im „Badewasser“. Von Kindesbeinen an – in der Obhut der Eltern – im Planschbecken und schon vorher beim Säuglingsschwimmen, kann und soll man sich an das Baden gewöhnen. Der Schwimmkurs ermöglicht die ersten eigenen Schritte im Schwimmbad. Für Kinder und Jugendliche – beim Schulschwimmen, im Verein oder einfach mit anderen – bieten die Bäder ein Forum für Freundschaften, Erfahrung und Selbstbestätigung. Toben, Springen, Rutschen, Spielen, Beach-Volleyball oder in der Sonne liegen – das sind alles beste Alternativen zum Freizeitverhalten in einer multimedialen Welt. Besonderheit ist, dass dieses im geschützten Rahmen eines geordneten Badebetriebs mit sehr gut ausgebildeten Fachkräften geschieht – und dies alles direkt vor Ort in Aalen.

Seit über 50 Jahren betreiben die Stadtwerke das Aalener Hallenbad. Mitte der 90er Jahre kamen die Freibäder hinzu. Heute kommen durchschnittlich 320.000 Badegäste in das Aalener Hallenbad, Freibad Hirschbach, Freibad Spiesel, Freibad Unterrombach und Lehrschwimmbecken Ebnat. In den kommenden Jahren werden die Bäder umfassend saniert, um den heute höheren gesellschaftlichen Ansprüchen weiter gerecht zu werden.

Dafür stehen wir: Bäder – für Lebensqualität und Freude pur.

Mobilität – die individuelle und umweltschonende Unabhängigkeit!

Paul Groll, kleines rennen, grün gewinnt

Die umweltschonende Mobilität ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Klimaschutzkonzepts des Gesellschafters der Stadtwerke, der Stadt Aalen. Gerade die hohen Jahresfahrleistungen, welche in Aalen – als größte Stadt in der Region des ländlichen Raums Ostwürttembergs – deutlich über dem Landesdurchschnitt liegen, erfordern besondere Aktivitäten. Das KIZ (KundenInformationsZentrum) wurde zum Test-Center für die E-Mobilität in Aalen entwickelt; so können Pedelecs und Elektro- Roller getestet werden. Mit einem CarSharing werden Elektroautos zur Verfügung gestellt. In drei Parkhäusern sind 16 Strom-Tankstellen auf Parkplätzen installiert, die deutlich gekennzeichnet und nur für E-Fahrzeuge reserviert sind.

Der Einstieg in die Mobilität begann im Jahr 2002 mit der Eröffnung der ersten Erdgastankstelle in Aalen. Mit der zweiten Erdgastankstelle wurde im Oktober 2007 eine Redundanz geschaffen, um eine hohe Verfügbarkeit sicherzustellen. Erdgasbetriebene Fahrzeuge haben deutliche Vorteile bei Kohlendioxid- und Stickoxidemissionen gegenüber Benzin- und Dieselfahrzeugen. Sie fahren außerdem praktisch feinstaubfrei. Seit Oktober 2013 wird an den Tankstellen Bio-Erdgas angeboten. Das bedeutet, der Erdgasfahrer ist zu 90 Prozent CO2-neutral unterwegs. Im Jahr 2011 kam die Elektro-Mobilität hinzu.

Dafür stehen wir: Mobilität – für nachhaltiges Unterwegssein.

Trinkwasser – das unverzichtbare und schmackhafte Lebenselixier!

Heike Jeschonnek, Wasserturm Onatsfeld

Insgesamt vier Millionen Kubikmeter Trinkwasser werden von 66.000 Einwohnern, Industrie und Gewerbe pro Jahr in Aalen verbraucht. Die Hälfte des Trinkwasserverbrauchs wird aus neun eigenen Quellen gefördert, die andere Hälfte wird mit Fremdwasser von der Landeswasserversorgung bereitgestellt. Obwohl in der hügeligen Flächenstadt hierfür ein sehr hoher Aufwand betrieben wird, ist das Trinkwasser sehr viel billiger als eine Kiste Mineralwasser. Im Trinkwassernetz findet die Zwischenspeicherung in 13 Wasserhochbehältern und einem Wasserturm (die einzelnen Speicher haben eine Größe zwischen 30 und 4.000 Kubikmeter) mit einem Speichervolumen von insgesamt rund 14.000 Kubikmetern statt. Die Verteilung erfolgt über 230 Kilometer Versorgungs- und 184 Kilometer Hausanschlussleitungen. Insgesamt werden die Kunden über 9.700 Hausanschlüsse versorgt.

1871 begann die Stadt Aalen mit dem Aufbau der zentralen Wasserversorgung. Davor gab es natürliche Wasservorkommen aus Quellen und freistehenden Brunnen, an denen sich Jedermann selbst bediente. Im Jahr 1898 wurden Quellen in Oberkochen erschlossen und das Wasser im offenen Gefälle mit einer fünf Kilometer langen Leitung nach Aalen geleitet. Die Quellen und große Teile der Leitung werden noch heute genutzt. Große Veränderungen gab es mit den Eingemeindungen der heutigen Stadtteile Unterrombach (1938), Waldhausen (1970), Ebnat (1972), Dewangen und Fachsenfeld (1973) und Wasseralfingen mit Hofen (1975). Die Einwohnerzahl entwickelte sich von 1871 mit ca. 8.000 Einwohnern auf heute über 66.000 versorgte Kunden. Im Jahr 2007 gab es eine Neustrukturierung der Eigenwassergewinnung und dem Bau eines zentralen Wasserwerkes in Unterkochen. 2013 wurden die Wasserspeicherung und die überörtliche Verteilung der Ortsteile Wasseralfingen, Hofen, Oberalfingen und Attenhofen neu aufgebaut.

Dafür stehen wir: Trinkwasser – für den täglichen Gebrauch als Lebensmittel.

Telekommunikation – die ultimative Verbindung mit Fasern aus Glas!

Wolfgang Neumann, Ringring

Rund 300 Kilometer Leerrohre (Innendurchmesser 8 mm bis 100 mm) sind bereits im Aalener Erdreich für die Aufnahme von Glasfaserleitungen verlegt und auf einer Länge von fast 60 Kilometern bereits mit Glasfaserkabeln (mit 2 bis 172 Fasern je Kabel) bestückt. Ob FTTB (fibre to the building) oder FTTC (fibre to the curb), beides ist heute schon Realität. Als Modellstandort der Telekom wurde in Aalen im Jahre 2013 über die Telefonleitung eine hohe und schnelle Internetübertragungsrate für jeden Haushalt zur Verfügung gestellt und zudem die Voraussetzungen für das Vectoring geschaffen. Vorteilhaft ist: die Infrastruktur steht im Eigentum der Stadtwerke, damit jeder Datendienstleister diese preiswert nutzen kann, ohne selbst Kabel zu verlegen.

Eine moderne Glasfaserverkabelung oder Breitbandversorgung wurde Ende der 90er Jahre als Herausforderung und Aufgabe erkannt. Als Reaktion auf diese Kundenanforderungen wurde der Auf- und Ausbau einer Glasfaser- oder Breitbandinfrastruktur beschlossen und hierfür im Juli 1999 ein stadtwerkeeigenes Telekommunikationsunternehmen, die komAA GmbH, gegründet. Es zeigte sich jedoch, dass die komAA als kleinerer Anbieter nicht konkurrenzfähig zu weltweit operierenden Unternehmen war und so wurde die Geschäftstätigkeit der komAA im Jahr 2007 verkauft. Das Leitungsnetz verblieb jedoch im Eigentum der Stadtwerke, um es heute allen Anbietern zur Nutzung bereitstellen zu können.

Dafür stehen wir: Telekommunikation – die schnelle Datenübertragung.

Strom – ohne geht nichts, aber wirklich gar nichts!

Andreas Welzenbach, pericolo di morte

Mit einer Spannung von 110.000 Volt (oder 110 kV) wird Strom nach Aalen über Freileitungen geliefert und in den beiden Umspannwerken „Erlau“ (befindet sich zwischen Aalen und Unterkochen) und „Nord“ (befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Aalener Stadtwerkehaus) übergeben. Mittels Transformatoren wird der Strom auf 20.000 Volt (oder 20 kV) umgewandelt und über Erdkabel oder Freileitungen im Stadtgebiet an Industrie, Gewerbe und Haushalte verteilt. In Ortstationen wird der Strom auf 400 V (oder 0,4 kV) transformiert, um ihn an Haushalte zu liefern. Nach Aalen angeliefert wird aber nur ein Teil des gesamten Aalener Stromverbrauchs: seit jeher wird ein großer Teil des Stroms direkt in Aalen vorwiegend aus Erdgas, Sonne und Wind erzeugt. Damit das Ganze zuverlässig funktioniert, ist vieles an Mess-, Steuer- und Regeltechnik installiert. Das Aalener Stromnetz hat heute zwei Umspannwerke, acht Schaltwerke, 463 Trafostationen, 1.166 Kabelverteilerschränken, 271 Kilometer Mittelspannungskabel, 37 Kilometer Mittelspannungsfreileitungen, 564 Kilometer Niederspannungskabel sowie 108 Kilometer Niederspannungsfreileitungen.

Die zentrale Aalener Stromversorgung wurde im Jahr 1913 in Betrieb genommen und von der Berliner Bergmann-Elektrizitäts-Unternehmungen AG aufgebaut. Zuvor existierten einige dezentrale Stromnetze, die von Industriebetrieben errichtet wurden. Von Anbeginn stand die Stromversorgung im Alleinbesitz der Stadtwerke und das Versorgungsnetzt wurde in den zurückliegenden Jahrzehnten bei den Eingemeindungen stets erweitert und vergrößert. Die letzte Stromnetzübernahme nach Eingemeindungen erfolgte zum 1. Januar 2015 und seitdem ist die gesamte Aalener Infrastruktur an Strom wieder komplett im kommunalen Besitz.

Dafür stehen wir: Strom – für die zuverlässige Versorgung mit der Nummer 1.

Abwasserentsorgung – aus Schmutz mach rein!

Helmut Ranftl, Schichtungen/Abwasser

Rund 99,5 Prozent der Gebäude sind an die Abwasserentsorgung zur Reinigung der Abwässer in den zentralen Kläranlagen angeschlossen. Nur noch wenige abgelegene Gebäude entsorgen ihr Abwasser über eigene Hauskläranlagen. Jährlich wird eine Gesamtabwassermenge von rund 10 Millionen Kubikmeter gereinigt. Zurück bleiben etwa 8.000 Tonnen gepresster Klärschlamm pro Jahr, der ordnungsgemäß zur thermischen Entsorgung abgegeben wird. Die Anlagen der zentralen Abwasserentsorgung haben bis heute folgenden Stand erreicht: Fünf Kläranlagen, Kanalnetz mit einer Gesamtlänge von rund 436 Kilometern (einschließlich ca. 25 Kilometern Abwasserdruckleitungen), 12.700 Kontrollschächte, 18 Schmutzwasserpumpwerke im Kanalnetz, 50 Regenüberlaufbecken, 15 Regenklärbecken bzw. Rückhaltebecken, Puffer- oder Versickerungsbecken und ein Retentionsbodenfilter. Die Anschlusskanäle bis zum Anschluss an den öffentlichen Kanal befinden sich gemäß Abwassersatzung im Eigentum und in der Unterhaltungslast des Grundstückseigentümers.

Ende des 19. Jahrhunderts begann in Deutschland der Ausbau der zentralen Abwasserentsorgung – zunächst in Großstädten wie Hamburg und Berlin mit dem Ziel einer Verbesserung der hygienischen Verhältnisse und Gewässerreinhaltung. Der erste Kanalisationsplan für Aalen datiert von 1907. Seitdem wurden die Anlagen der zentralen Abwasserentsorgung Zug um Zug ausgebaut: Kläranlage Aalen (Ausbaugröße 80.000 Einwohnerwerte, Inbetriebnahme 1954), Kläranlage Dewangen (5.400 Einwohnerwerte, Inbetriebnahme 1972), Kläranlage Ebnat (3.500 Einwohnerwerte, Inbetriebnahme 1975), Kläranlage Unterkochen einschließlich Einzugsgebiet Waldhausen (33.000 Einwohnerwerte, Inbetriebnahme 1964), Kläranlage des Zweckverbands Niederalfingen, Anteil Stadtwerke ca. 80 Prozent (43.000 Einwohnerwerte, Inbetriebnahme 1967).

Dafür stehen wir: Abwasserentsorgung – für die Reinhaltung des Lebensraums

Limes-Thermen Aalen – relaxen, wie es schon die alten Römer taten!

Agnes Lörincz, Limes-Thermen

Die postmoderne Mineral-Therme ist nach antikem Vorbild erbaut als eine Reminiszenz an die römische Vergangenheit der Stadt Aalen. Architektur, Form und Farbgebung mit Splügen-Quarzit und Marmor sind einzigartig. In einer Atmosphäre zwischen „antiken“ Säulen, mit goldenen Lampen, Dachgewölben und zartblauen Wänden befinden sich drei Badepavillons (röm. balineum) in römischer Formgebung und ein Außenbecken. In den Badepavillons befindet sich 34° bis 37° Celsius warmes Heilwasser. Auch die herrliche Lage im Grünen am Albtrauf mit weitem Blick ins Tal tut ihr Übriges, damit Heilung, Erholung und Entspannung groß geschrieben werden. Die fluoridhaltigen Natrium-Calcium-Sulfat-Mineral-Thermen wirken heilend für: chronisch-rheumatische Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Lähmungen, Behandlungen nach Operationen und Unfällen am Bewegungsapparat. Daher sind die Thermen als staatlich anerkannte Heilquelle zertifiziert. Licht, Farbe, Wärme, Sauerstoff und die Bewegung im tragenden Element Wasser sind seit jeher die Basis für Gesundheit und Wohlbefinden. Kombiniert mit Kneipp-Anlagen, Biosaunen (Aroma-Sauna, Tepidarium, Vitalium), Finnischen Saunen und irisch-römischem Dampfbad bieten die Limes-Thermen Aalen alles, was Körper und Geist benötigen. Ein Badeerlebnis für alle Sinne.

Nach einer Rekordbauzeit von nur rund zwei Jahren (Spatenstich war der 2. März 1983) stehen die Limes-Thermen den Badegästen seit 21. April 1985 als Gesundbrunnen zur Verfügung. Seit 1. Januar 1992 sind die Stadtwerke Aalen Betreiber der Limes-Thermen. Die Limes-Thermen sind in der Region und darüber hinaus aufgrund ihrer Architektur und Lage einer der bedeutendsten Anziehungspunkte in Aalen für Gäste aus nah und fern.

Dafür stehen wir: Limes-Thermen Aalen – für Gesundheit und Wohlbefinden.

Contracting – hier kümmern sich die anderen!

Max P. Häring, Contracting feat. James Watt (1736–1819)

Contracting leitet sich von dem englischen Wort „contract“, also Vertrag, ab und beschreibt die vertragliche Übertragung der letzten Energieumwandlungsstufe auf einen Energiedienstleister. Der Energiedienstleister (Contractor) übernimmt anstelle des Betriebsinhabers oder des Gebäudeeigentümers die Umwandlung von Endenergie (z. B. Erdgas) in die benötigte Nutzenergie (z.B. Strom, Wärme, Kälte, Druckluft). Die hierzu notwendigen Anlagen werden vom Contractor geplant, errichtet und betrieben. Contracting empfiehlt sich für Eigentümer größerer Immobilien, wenn etwa die Heizungsanlage saniert werden muss oder wenn man sich um seine bestehende Heizungsanlage selbst nicht kümmern bzw. diese fachmännisch optimiert betrieben wissen möchte. Neben diesen finanziellen und betrieblichen Vorteilen wird ein besonderes Augenmerk auf den Einsatz von umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Technologien wie zum Beispiel die Kraft Wärme-Kopplung (Blockheizkraftwerke) und regenerative Energien gelegt. Contracting wird bei Industriebetrieben, Gewerbebetrieben, Wohnbaugesellschaften und auch privaten Wohnungseigentümern eingesetzt. Das breite Spektrum spiegelt sowohl die Flexibilität des Contractings als auch die mit dem Contracting verbundenen Chancen wieder.

Die ersten Contractingaktivitäten wurden im Jahre 1982 abgeschlossen und Zug um Zug erweitert. Dabei wurde von Anbeginn auf hocheffiziente Blockheizkraftwerke und den Einsatz von regenerativer Energie gesetzt. In verschiedensten Contractingarten arbeiten die Stadtwerke heute mit Partnern zusammen wie z. B. Munksjö, Lindenfarb, SHW-Werkzeugmaschinen, Essinger Wohnbau und Wohnungsbau Aalen.

Dafür stehen wir: Contracting – für die unkomplizierte Energieversorgung.

Videos

Festakt

Vernissage

Kunstwerk ENERGIE

Konzert Myles Sanko

Glückwünsche an die Stadtwerke Aalen

Stadtwerke-Lied

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